Was ist Nicht-Dualität?

Was ist Nicht-Dualität?

Worum es geht

Nicht-Dualität ist ein Modell, das die Wirklichkeit anders beschreibt, als unser Alltagsempfinden es tut.

Im Alltag erleben wir uns als Mensch in einem Körper, der mit einer äußeren Welt und mit anderen Menschen und Tieren zu tun hat. Wir erleben eine Ich-Du-Dualität. Dual bedeutet zwei.

Nicht-Dualität bedeutet Nicht-Zwei. Denn: Es gibt nur eine Natur.

In dieser Sicht gibt es nur eine Natur, ein Universum. Alle Lebewesen teilen sich dasselbe Universum — dein eigenes ist dasselbe wie das des anderen. Ich halte das für wahr; beweisen kann ich es dir nicht.

Unsere Wahrnehmung sagt uns aber anfangs etwas anderes… vielleicht fühlen wir uns getrennt von der Welt und unseren Mitmenschen… alles ist so weit entfernt… schwierig und unmöglich…

Starre Bewertungen und gewohnte Einteilungen untersuchen

Wenn wir anfangen zu verstehen, dass in der Natur alles eins und natürlich ist, dann werden wir anfangen uns als ein natürliches Wesen in einer natürlichen Natur wahrzunehmen.

Es ist diese Selbsterkenntnis, gestärkt durch Energiearbeit, mentale Arbeit und Meditation, welche unsere Wahrnehmung ändern kann.

Vielleicht bemerkst du dabei etwas davon. Du bist die Natur. Die Natur bist du. 🙂

Im folgenden Bild siehst du Bäume, einen Hund und eine Umgebung. Wo genau hört der Hund auf und wo fängt die Wiese an? Praktisch lässt sich das leicht sagen — beim Hinschauen wird die Linie erstaunlich unscharf. Kannst du dem bei deinem nächsten Spaziergang nachgehen?

Nicht-Dualität lässt sich jederzeit im Alltag verstehen lernen. Im Bild ist ein Hund, welcher natürlich eins ist mit seiner Umgebung.

Dualität entsteht im Geist

Wo genau eine Grenze verläuft, entscheidet zu einem guten Teil unser Denken. Deshalb wird sie beweglicher, wenn das Denken ruhiger wird und sich nicht mehr an jeder Einteilung festhält.

Ausgeschaltet wird das Denken dabei nicht. Es bleibt wach und mitverantwortlich — es hört nur auf, jede Unterscheidung für die Sache selbst zu halten. In dieser Richtung arbeiten Qi Gong, Meditation und viele andere innere Wege.

Freiheit finden

Frei zu sein heißt hier, dass Denken und Fühlen nicht mehr an der Einteilung in zwei hängen.

Wer weniger in solchen Gegensätzen denkt, erlebt oft mehr Ruhe und eine Freude, die weniger von Bedingungen abhängt.

Nicht-Dualität ist bereits hier und kann nicht durch Tun erreicht werden

Die Realität welche wir von Moment zu Moment erleben ist bereits jetzt nicht-dual.

Deswegen kannst du Nicht-Dualität durch ein Tun nicht erreichen. Stattdessen kannst du den Handelnden in deinem Geist auflösen.

Der Handelnde ist der Teil in deinem Denken, welcher mit dem Handeln/Nicht-Handeln und erreichen/nicht-erreichen identifiziert ist.

Es ist der Teil der glaubt, er ist die Ursache für dein Tun und Nicht-Tun.

Und habe keine Sorgen, dass du durch das Auflösen des Handelnden nicht mehr handeln wirst… 🙂

Blicke in die Ferne und erkenne…

Einst hat ein Mönch aus dem Zug geschaut (also gar nicht so lang her) und draußen einen Berg erblickt. In dem Augenblick ist ihm ein Licht aufgegangen..!

Er hat in diesem Moment verstanden, dass der Berg ein Bild in ihm ist und in seiner direkten Erfahrung exakt 0cm von ihm selbst entfernt ist.

Wie wir die Welt bewerten und durch unsere Bewertung eine Farbe geben, liegt somit in unserer Macht.

Der Berg in der Ferne ist exakt 0cm von uns entfernt. Alles ist eins und nicht-dual.

Beispiele für Dualitäten

Gemeint ist dabei die Bewertung, nicht die Sache selbst. Krankheit bleibt Krankheit und Schmerz bleibt Schmerz — beide wollen behandelt werden und nicht wegkontempliert. Was sich auflösen darf, ist der Griff, mit dem wir das eine festhalten und das andere von uns wegdrücken.

Es folgen ein paar Dualitäten, deren Bewertung du in deinem Denken und Fühlen untersuchen kannst:

  • Ich – Du

  • Nah – Fern

  • Oben – Unten

  • Schnell – Langsam

  • Heiß – Kalt

  • Schwer – Leicht

  • Anfang – Ende

  • Vergangenheit – Zukunft

Dualitäten verstecken sich gerne

So manche Dualität versteckt sich gerne in unserem Denken, Fühlen und Tun.

Deswegen sollten wir stets achtsam bleiben und ehrlich zu uns selber sein. Dies ist ein gutes Fundament für den inneren Weg. ⭐

Ich wünsche dir viel Vergnügen auf deinem Weg und bis bald, beim nächsten Artikel, Video oder Training. 🙂